Devisen und Steuern


Zwei Begriffe, die so daherkommen, als haben sie nichts miteinander zu tun. Man muss hinterfragen, um die Zusammenhänge aufzuklären, was Währungen mit Steuern zu tun haben.

Die Bewegung von Geldströmen schafft Mehrwerte, es entstehen Wertschöpfungen, die mehrere Gründe haben können. Einmal haben wir da den Handel mit Devisen über die Grenzen hinweg, weltweit, seit Jahren schon über die modernen Medien in Sekundenschnelle möglich. Nach Schätzungen von Fachleuten werden heute an jedem Arbeitstag weltweit mehr als 1,4 Billionen Dollar an Devisen gehandelt. Da es sich hier oftmals um reine Spekulationen im Rahmen einer fiktiven Börse handelt, ist es nicht verwunderlich, dass die Finanzämter Steuern aus der Differenz dieser Geschäfte erheben. Die Erreichung dieser Differenzen als Selbstzweck, ohne dass dahinter eine Wertschöpfung durch Warengeschäfte steht, macht den Großteil des täglich Handelns aus.

Andererseits enstehen durch Produktion und Handel von Waren und Dienstleistungen Devisenwerte bei grenzüberschreituenden Geschäften, die wiederum Steuern für die Staatskasse generieren. Auch auf dem Binnenmarkt sprechen wir von Devisen, wenn wir es mit geldwerten Forderungen zu tun haben. Devisen und Steuern stehen hier im Produktionsprozess in einem direkten Zusammenhang, der den Entsteheungsprozess im ursprünglich gewollten Sinne erkennen lässt.

Die Finanzkrise zeigt die Ergebnisse der Ströme von Devisen und Steuern. Der Bankenhandel untereinander, und damit das Vertrauen, ist auf ein Minimum gesunken, die Steuereinnahmen in der Folge brechen ebenfalls weg. Dabei ist beim privaten Devisenhandel zu beachten, dass die Steuern nur schwerlich den Devisen folgen können. Das kommt daher, dass wir erst am Anfang stehen, dass die oft sekundenschnellen An- und Verkäufe und die dabei erzielten Gewinne überhaupt erfasst werden können. Und die Zukunft? Devisen und Steuern werden immer enge Weggefährten bleiben.

Fakt ist, daß der Devisenhandel als privates Veräußerungsgeschäft gilt. Gewinne müssen dementsprechend versteuert werden (25 % zuzügl. 5,5 % Solidaritätszuschlag (ggf. zuzügl. Kirchensteuer; Optionsmöglichkeit zur Einkommensteuerveranlagung). Mehr Informationen zur Abgeltungssteuer finden Sie hier.







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