So handelt man Forex
Forex handelt man auf dem Kassamarkt oder dem Terminmarkt. Dabei wird auf dem Kassamarkt, auch Spotmarkt genannt, ein aus Lieferung, Abnahme und Bezahlung bestehendes, vereinbartes Geschäft unmittelbar abgewickelt. Überschreitet die Fälligkeit des Geschäfts den Zeitraum von den in Deutschland üblichen zwei Börsentagen, wird es dem Terminmarkt zugerechnet.
Forex wird rund um die Welt gehandelt. Dabei laufen die Geschäfte meist nicht über eine Börse, sondern werden direkt zwischen den Finanzinstituten oder über Händlernetze getätigt. Beim Handel mit Forex sind zudem immer mehr private Spekulanten, Konzerne und Broker beteiligt. Gehandelt wird werktags, rund um die Uhr, um den Investoren die Möglichkeit zu geben möglichst rasch auf relevante Ereignisse reagieren zu können. Per Online-Händler können Währungen jedoch seit neuester Zeit auch am Wochenende gehandelt werden.
Währungen werden dabei grundsätzlich in Paaren gehandelt, Euro gegen Dollar, Dollar gegen Yen etc. Der Währungskurs wird immer in Paaren angegeben. Die Quotierung erfolgt bei vielen Währungspaaren bis zur vierten Stellen nach dem Komma.
Die Forex-Geschäfte zeichnen sich durch ihre gesetzlich weitgehend unregulierte Natur aus. Sie sind zudem dezentral, das heißt zwei Banken können sich auf einen Preis für ein bestimmtes Währungspaar einigen und somit einen gültigen Kurs abseits der zentralen Strukturen festlegen.
Im Forex-Markt handelt man gewöhnlich mit Margin-Einsätzen. Unter Margin versteht man einen Teil der Wertsumme des zugrunde liegenden Gegensandes, welcher üblicherweise als Sicherheit hinterlegt wird. Im Forex-Markt bewegt sich der Margin-Einsatz zwischen 0,5 bis 2 Prozent des Handelswertes. Dadurch kann es trotz der geringen Schwankungen auf dem Währungsmarkt zu extrem hohen Gewinnen oder Verlusten kommen.