Der Wechselkurs zwischen Währungen
Als Wechselkurs wird der Preis einer Währung in einer anderen Währung bezeichnet. Währungen werden auf den internationalen Devisenmärkten gehandelt, wo auch die Wechselkurse ermittelt werden.
Der Wechselkurs ist von erheblicher Bedeutung, da er auf volkswirtschaftliche Entwicklungen Einfluss nimmt, etwa auf die Inflation und auf das außenwirtschaftliche Gleichgewicht zwischen Kapitalzufuhr und Kapitalabfluss. Die Entwicklung von Wechselkursen tangieren auch den Arbeitsmarkt einer Volkswirtschaft.
Auf der mikroökonomischen Ebene der Unternehmen beeinflusst der Wechselkurs deren internationale Konkurrenzfähigkeit, da vom Wechselkurs Import- und Exportpreise abhängen. So macht ein steigender Wechselkurs der einheimischen Währung exportierte Güter und Dienstleistungen auf dem ausländischen Markt in der Regel teurer, begünstigt aber Importe in den einheimischen Markt. Ein sinkender Wechselkurs der einheimischen Währung fördert hingegen günstigere Exportpreise in Auslandsmärkten, verteuert aber Importe.
Die Berechnung von Wechselkursen kann nominal oder real erfolgen.
Der nominelle Wechselkurs beschreibt das Tauschverhältnis zweier Währungen, ausgedrückt in einem nominellen Preis, dem Wechselkurs.
Dieser nominelle Wechselkurs kann auf zwei Arten ermittelt werden. Die im Euro-Raum und in den USA gebräuchliche Mengennotierung drückt aus, wie viele Einheiten einer ausländischen Währung für eine Einheit einer inländischen Währung aufzubringen sind.
Die Preisnotierung gibt dagegen an, wie viele Einheiten der heimischen Währung für eine Einheit einer Auslandswährung zu zahlen sind.
Der reale Wechselkurs ist ein Vergleich von repräsentativen Warenkörben zweier Volkswirtschaften, der in einem Index dargestellt wird. Mit Hilfe dieses Indexes lassen sich Aufschlüsse über die Entwicklung von Kaufkraftverhältnissen zwischen Währungsräumen gewinnen. Diese Berechnungsmethode bezieht somit die Inflationsentwicklung der verglichenen Währungsräume in die Wertermittlung von Währungen mit ein.